Allgemeine Geschäftsbedingungen
crispy web e.a. GmbH & Co. KG
Herzogstr. 113
46145 Oberhausen
1. Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge, Lieferungen und Leistungen zwischen der crispy web e.a. GmbH & Co. KG (nachfolgend „Auftragnehmer“) und ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“). Die Leistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB (B2B). Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
2. Vertragsgegenstand
Der Auftragnehmer erbringt Dienstleistungen in den Bereichen Webentwicklung, Erstellung von Webseiten, Onlineshops und Webapplikationen, Bereitstellung von Hosting- und Serverleistungen, Entwicklung von Plugins und Software sowie Betreuung und Wartung bestehender Systeme. Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot und/oder der Auftragsbestätigung.
3. Leistungen und Abnahme
Projekte (Webseiten, Onlineshops, Webapplikationen) werden nach Fertigstellung dem Kunden zur Abnahme bereitgestellt. Die Abnahme gilt als erfolgt, wenn der Kunde die Leistungen innerhalb von 10 Werktagen nicht beanstandet oder die Leistungen produktiv nutzt.
4. Hosting und Domains
Das Hosting erfolgt als Reseller-Leistung über Server von Hetzner. Managed-Server werden nach bestem Wissen betreut; bei Cloud-Servern (Root) übernimmt der Auftragnehmer keine Verantwortung für Betrieb und Sicherheit. Die Verfügbarkeit richtet sich nach den Angaben des Rechenzentrums (99,9 %). Domains verlängern sich jeweils um ein Jahr, wenn nicht spätestens vier Wochen vor Laufzeitende gekündigt wird. Ein Domain-Transfer ist jederzeit möglich; bereits gezahlte Gebühren werden nicht erstattet.
5. Webseiteninhalte, Bilder und Videos
- Rechtskonformität: Der Kunde ist für sämtliche Inhalte seiner Website allein verantwortlich. Dies umfasst die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, insbesondere des Urheber-, Wettbewerbs- und Markenrechts sowie der Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
- Materialbereitstellung: Der Kunde stellt sämtliche Inhalte (Texte, Bilder, Videos, Grafiken, Logos, Dokumente etc.) in verwendungsfähiger und rechtlich einwandfreier Form zur Verfügung.
- Bilder: Der Auftragnehmer nimmt lediglich eine Anpassung der Dateigröße sowie ein Zuschneiden zur Optimierung von Ladezeiten vor. Eine weitergehende Bearbeitung (z. B. Retusche, Manipulation, Freistellen, Unkenntlichmachen von Personen, Farbkorrekturen) ist nicht Bestandteil der Leistung und nur nach gesonderter Vereinbarung kostenpflichtig möglich.
- Videos: Videos werden ausschließlich in der vom Kunden bereitgestellten Fassung übernommen. Eine Bearbeitung, Kürzung oder Anpassung von Videodateien erfolgt nicht.
- Rechte an Inhalten: Der Kunde versichert, dass er über sämtliche für die Nutzung erforderlichen Rechte an den überlassenen Materialien verfügt. Für Rechtsverletzungen durch bereitgestellte Inhalte haftet ausschließlich der Kunde; der Auftragnehmer wird insoweit von allen Ansprüchen Dritter freigestellt.
6. Software, Plugins und Lizenzen
Für Plugins und Software wird dem Kunden ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht eingeräumt. Eine Weitergabe an Dritte ist untersagt. Der Quellcode ist nur dann verfügbar, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde. Updates und Support werden nur im Rahmen der jeweiligen Lizenzdauer gewährt. Die Lizenzverlängerung für Updates erfolgt jährlich oder gemäß Rechnungsstellung.
7. Webapplikationen
Individuelle Webapplikationen werden nach Kundenwunsch entwickelt. Support ist für 6 Monate nach Abnahme enthalten. Danach kann der Kunde wahlweise eine monatliche Betreuungspauschale vereinbaren oder Support wird nach Aufwand zu einem Stundensatz von 150 EUR netto berechnet.
8. Betreuung & Wartung
Die monatliche Betreuung umfasst Updates, Backups, Contentpflege im üblichen Umfang, Sicherheitsmaßnahmen durch Aktualisierungen, jedoch keine vollständige Neugestaltung der Webseite. Mindestlaufzeit beträgt 12 oder 24 Monate, danach beträgt die Kündigungsfrist 3 Monate.
- Vorrang spezieller Vereinbarungen: Für Pflegeleistungen gilt vorrangig der jeweils geschlossene Servicevertrag Website-Pflege (Leistungsbeschreibung/Paket). Diese Regelungen gehen § 7 AGB vor.
- Leistungsumfang: Enthalten sind Contentpflege im vertretbaren Umfang, Sicherheits-/Minor-Updates, Theme-Pflege sowie technische Maßnahmen nach Best-Effort. Keine Erstellung neuer Seiten/Strukturen, kein SEO, keine Bildoptimierung/-sortierung.
- Major-Upgrades & EOL-Komponenten: Major-Upgrades sowie Ersatz nicht mehr gepflegter Plugins/Themes sind nicht umfasst und werden gesondert angeboten. Haftung für Drittsoftware ist ausgeschlossen.
- Kontingente & Mehraufwand: Wiederholt übermäßiger Änderungsbedarf führt zur Nachberechnung bzw. Paket-Anpassung; Mehrleistungen werden im Servicevertrag rabattiert mit 85 EUR netto/Stunde abgerechnet.
- Kündigungsphase: Während der Kündigungsfrist werden Leistungen nur im Umfang des durchschnittlichen Monatskontingents der letzten sechs Monate erbracht. Übergabe-/Migrationsleistungen sind gesondert zu beauftragen; ein Anspruch auf umfangreiche „Schlussarbeiten“ besteht nicht.
- Fremdserver: Backups sind nur bei Hosting durch den Auftragnehmer inkludiert; auf Fremdservern nur nach separater Beauftragung.
- Mitwirkung & Gegenprüfung: Der Kunde prüft bereitgestellte Änderungen vor Freigabe. Freigaben gelten als Abnahme der jeweiligen Änderung.
Kündigung durch den Auftragnehmer: Der Auftragnehmer ist berechtigt, den Vertrag aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Frist zu kündigen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn:
- der Kunde wiederholt mit Zahlungen in Verzug gerät oder trotz Mahnung fällige Beträge nicht ausgleicht,
- erforderliche Mitwirkungen, Inhalte oder Informationen nicht rechtzeitig bereitgestellt werden,
- die Fortführung der Leistung aufgrund von Personalmangel, Erkrankung, technischer oder wirtschaftlicher Unmöglichkeit nicht mehr zumutbar ist,
- der Kunde durch sein Verhalten eine sachgerechte Zusammenarbeit erheblich erschwert oder unmöglich macht,
- der Auftragnehmer den Geschäftsbetrieb ganz oder teilweise einstellt.
Darüber hinaus ist der Auftragnehmer berechtigt, laufende Pflegeverträge mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende zu kündigen, wenn betriebliche Gründe eine Fortführung unzumutbar machen. Im Falle einer Kündigung aus wichtigem Grund oder betrieblicher Notwendigkeit werden bis zum Kündigungszeitpunkt erbrachte Leistungen anteilig abgerechnet. Weitere Ansprüche des Kunden bestehen nicht.
9. Preise, Zahlungsbedingungen und Mahnung
Alle Preise verstehen sich zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Rechnungen sind sofort ohne Abzug zur Zahlung fällig. Der Kunde gerät ohne weitere Mahnung 7 Tage nach Fälligkeit in Verzug. Für Mahnungen wird eine Pauschale von 10 EUR berechnet. Im Verzugsfall werden Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz gemäß § 288 Abs. 2 BGB fällig.
10. Rechte und Nutzungsrechte
Der Auftragnehmer überträgt dem Kunden die für den jeweiligen Zweck erforderlichen Nutzungsrechte nach vollständiger Zahlung der Vergütung. Eine Weitergabe an Dritte ist ausgeschlossen. Der Auftragnehmer bleibt Urheber sämtlicher Arbeiten. Weitergehende Rechte bedürfen einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung.
11. Gewährleistung und Haftung
Die Gewährleistungsfrist beträgt 6 Monate ab Abnahme. Der Auftragnehmer haftet nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Eine Haftung für Datenverlust, mittelbare Schäden oder entgangenen Gewinn ist ausgeschlossen. Für Hardware gilt: Rücksendungen erfolgen auf Kosten des Kunden. Anfahrtskosten werden gesondert berechnet.
12. Datenschutz
Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen (DSGVO, BDSG). Details sind in separaten Datenschutzvereinbarungen geregelt.
13. Widerruf
Ein Widerrufsrecht besteht für Unternehmer nicht. Leistungen wie Domainregistrierungen oder Lizenzprodukte sind von einem Widerruf ausgeschlossen, da diese unmittelbar nach Bestellung individuell bereitgestellt werden.
14. Gerichtsstand und Schlussbestimmungen
Es gilt ausschließlich deutsches Recht. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist, soweit zulässig, Oberhausen. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand 14.10.2025